Geht Umfahrung Zwettl um einen zweistelligen Millionenbetrag billiger?

Eine Prüfung des Bauvorhabens durch Rechnungshof ist sofort notwendig

Bezüglich der in der jüngsten Landtagssitzung beschlossenen Umfahrung von Zwettl brachte heute der Landtagsabgeordnete des Team Stronach, Dr. Walter Laki, eine Anfrage an Finanzlandesrat Sobotka ein. Laut Laki, besteht der dringende Verdacht, dass das von Sobotka vorgeschlagene sog. PPP-Finanzierungsmodell der Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit widerspricht.

Die Abgeordneten des Landtagsklubs Team Stronach haben in der Landtagssitzung für die Umfahrung von Zwettl gestimmt, sich aber ausdrücklich gegen die geplante Finanzierungsform ausgesprochen.

Laki: “Es besteht der begründete Verdacht, dass diese Finanzierungsform dem Land und damit dem Steuerzahler um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag teurer kommt, als eine “konservative Finanzierung” über eine Bundesanleihe der Bundesfinanzierungsagentur. Die Baukosten betragen 90 Millionen, das PPP Modell über die gesamte Laufzeit 173 Millionen!”

Wie Laki weiter ausführt, ist die Planung abgeschlossen. Da die Prüfungskompetenz der Rechnungshöfe daher gegeben ist, fordert Laki die sofortige Überprüfung des Projekts um den Steuerzahler Millionen zu ersparen.

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Mit einem einzigen SWAP verspielt NÖ den EU Ganzjahres-Vorteil von 400 Mio Euro

15.000 Lobbyisten in Brüssel und Strassburg sichern der Finanzwirtschaft Macht und Einfluss zulasten der Mitgliedsländer und Unions-Bürger

Ein überaus kritisches Resümee über die Auswirkungen und Chancen der EU zog der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki, im Rahmen der Aktuellen Stunde des Nö Landtages.

Das Friedensprojekt, so Laki, sei ebenso geglückt, wie die Wirtschaftsunion. Die Wirtschaftsunion brachte Österreich ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von bis zu 0,75 Prozent, das sind 2,3 Milliarden Euro im Jahr. Niederösterreich profitiert davon mit jährlich 450 Millionen Euro. Allerdings, so zeigt Laki aktuelle Relationen auf, setzt Niederösterreich diesen Vorteil durch Finanzspekulationen mit hunderten von SWAPS wieder aufs Spiel. Alleine ein einziger CHF SWAP der Landeshauptstadt St. Pölten hat ein Risiko von 400 Millionen Euro. Das ist mehr als das Doppelte des Jahresbudgets.

Nur Frage der Zeit bis es den Euro “zerreisst”

Nicht funktioniert die EU als Euro- und Haftungsunion. Der Euro ist zwar strak nach außen – Stichwort positive Handelsbilanz mit den USA – aber nach innen ist es nur eine Frage der Zeit, bis es den Euro “zerreißt”. Die Handelsbilanzen der “Südländer”, vor allem Frankreichs fahren wie eine Rakete ins Negative, der “Dampf” kann über Abwertung nicht ausgeglichen werden. Die Stückkosten der “Südländer” steigen rasant insb. gegenüber Deutschland. Die Arbeitslosigkeit und Schulden der “Südländer” steigen weiter. Arbeitslosigkeit und Pensionen müssen vom “Norden” weiter Querfinanziert werden. Es ist nur eine Frage der Zeit bis der Deckel des “Druckkopftopfes” davon fliegt, warnt Laki.

Die souveränen Nationalstaaten haben erhebliche Hoheitsrechte nach Brüssel abgegeben. So wurden in den vergangenen 7 Jahren von der EU 19.000 Verordnungen und Erlässe geschaffen, im selben Zeitraum aber auch immer noch 4000 in Österreich selbst. Rund 35 Prozent der derzeit für Österreich geltenden Gesetze kommen defacto aus Strassburg und Brüssel. Eine politische Union ist aber unrealistisch.

Über Brüssel regieren die Lobbyisten in die innerstaatliche Gesetzgebung hinein

Laki nennt, um den Einfluss bezahlter Lobbyisten richtig einschätzen zu können, einen Vergleich: Die österreichische Arbeiterkammer investiert in Lobbying auf EU Ebene grad mal 700.000 Euro im Jahr. Die Einflussnahme von über 15.000 Vollzeit-Lobbyisten in der EU zahlt sich gerade für die Pharmaindustrie und insb. die Finanzwirtschaft prächtig aus: nach dem Finanzcrash 2008 kam es zu keiner Bankenregulierung, zu keiner Trennung von Investmentbanken von den Kreditbanken. Die bisher wirkungslose Bankenaufsicht soll jetzt als EU Bankenaufsicht weiter Feigenblatt spielen.

Laki fordert gewählte, unabhängige Kontrollinstanzen für NÖ, Ö und die EU

Ein weiterer Milliardenschaden für den Steuerzahler ist damit vorprogrammiert, verbunden mit weiter steigenden Schulden, steigenden Zinsen – und damit verbunden ist Wohlstandsverlust und explodierende Arbeitslosigkeit. Die niederösterreichischen Bürger zahlen schon jetzt jedes Jahr 2 Milliarden wohlstandsmindernde Zinsen unter diesem Titel. Laki zieht ein eher kritisches Resümee in der Landtagsdebatte “Die EU – Auswirkungen auf und Chancen für das Land NÖ”, er fordert abschließend als eine Maßnahme gewählte, von der Exekutive unabhängige Kontrolleinrichtungen für Niederösterreich, Österreich und die EU.

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Konkursfall St. Pölten – Herr LH Pröll wie lange schauen Sie noch tatenlos zu?

Nach Handelsrecht ist in der Landeshauptstadt der Tatbestand der Konkursverschleppung gegeben!

Wie bekannt geworden ist, hat der Gemeindevorstand bzw. der Bürgermeister von Sankt Pölten, Mag. Matthias Stadler, über 200 Derivativgeschäfte abgeschlossen, erklärt heute der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, der ehemalige Rechnungshofbeamte Dr. Walter Laki. Darüber hinaus ist auch bekannt geworden, so Laki, dass bei einem einzigen SWAP ein Risikopotential von 400 Millionen Euro besteht. Die Gemeindeaufsicht hat überdies festgestellt, dass der Bürgermeister bei diesen Geschäften seine Kompetenz um das 650fache überschritten hat.

Wie Laki mit Hinweis auf das Handelsrecht weiter ausführt, darf sich ein Unternehmer nicht reicher machen als er ist (Handelsbilanz). Ungewisse Verbindlichkeiten sind handelsrechtlich demnach zu verbuchen. Laki: “Bei korrektem Vorgehen erhöht sich demnach der Verlust der Landeshauptstadt um 400 Millionen Euro. Das ist mehr als das doppelte des Jahresbudgets von Sankt Pölten. Jeder Vorstandsvorsitzende in der Privatwirtschaft wäre demnach bereits entlassen und wegen Konkursverschleppung vor dem Kadi. Was passiert im Fall von Sankt Pölten? Nichts! Herr LH Pröll wie lange schauen Sie noch tatenlos zu?”

Das Land NÖ ist zum Handeln verpflichtet

Laki: “Aufgrund geltenden Rechts ist das Land NÖ in einem solchen Fall verpflichtet zu handeln, weil

1. die Gefahr der dauernden Schmälerung des Gemeindevermögens besteht;

2. eine übermäßige Verschuldung zu erwarten ist;

3. der Abschluss der Geschäfte zT rechtlich nicht gedeckt war;

4. eine ordnungsgemäße Sanierung durch die Verursacher nicht zu erwarten ist.”

St. Pölten betraut Investmentbank um 80.000 Euro auch mit dem Riskmanagement

Die Aufsichtsbehörde ist verpflichtet, so verweist Laki auf geltendes Recht, will sie keine Sorgfaltspflichtverletzung begehen, unverzüglich den Gemeindevorstand von Sankt Pölten durch einen Regierungskommissär zu ersetzen. “Es ist den Steuerzahlern nicht zuzumuten, von Organen, die von solchen Geschäften offensichtlich nichts verstehen, eine ordnungsgemäße Sanierung des Schadens zu verlangen. Wie unfähig dieses System ist, zeigt u.a. die Tatsache, dass der Gemeindevorstand jene Investmentbank, mit der sie einen SWAP abgeschlossen hat, auch mit dem Riskmanagement betraut hat. Dafür hat die Investmentbank (ohne Leistung?) zusätzlich 80.000 Euro verrechnet”, rechnet Laki vor.

 

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